Atelier Talk

Ateliereröffnung

Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Nicht immer ist es gut Entscheidungen zu überstürzen. Anfangs war es nur ein Funke einer Idee – ein Traum, ein Plan im Nichts… immer noch zu weit entfernt, um wirklich etwas Richtiges zu tun.
Und dann gibt es diesen einen Moment, der Dinge verändert – der Ideen wachsen lässt und die innere Stimme sagt: Tu es jetzt.


Über viele Gedanken und den Entschluss es anzupacken

Endlich ist es fertig – ich habe heute mein Atelier eingerichtet. Mein ganz persönlicher Rückzugpunkt, wenn ich fokussiert arbeiten möchte.

Die Räumlichkeiten waren schon einige Jahre in meinem Besitz. Ich hatte sie aktiv als Büro benutzt. Der Vorbesitzer war Architekt gewesen und ich hatte damals die Räume fertig eingerichtet übernommen. Das war großes Glück, denn es hatte schon durch die Einrichtung einen Hauch von Atelier-Vibe. Ich glaube, das war auch der Grund, dass ich immer gerne dorthin gegangen bin – auch wenn es nur für Büroarbeit gewesen war.

Als Büro hatte es dann ausgedient und in den letzten Jahren war es nicht genutzt worden. Ständig schwebte die Frage im Raum, ob wir nicht verkaufen sollten. Wir hatten viele Ideen, doch am Ende haben wir uns entschlossen die Räume zu behalten – und dann begann mein Kopf zu arbeiten.

Zuerst wollten sich die Gedanken nicht wirklich begeistern, denn ich fühlte mich nicht „professionell genug“ für ein eigenes Atelier. Natürlich war es ein Traum, eine Glücksphantasie… aber real war es noch nicht. Trotzdem hatte ich schon mal eine Staffelei in den Raum gestellt… und dort wartete sie erstmal ein ganzes Jahr lang.

Ich war sehr mit meinen Examen für meine Malereiausbildung beschäftigt. Es hat mich sehr viel Zeit gekostet und ich lernte unglaublich viel über Arbeitsprozesse in der Kunst. Auch konnte ich durch die Arbeit anderer Künstler Einblicke erhalten, wie diese ihre Projekte realisierten. Gute Künstler hatten einen Rückzugspunkt, einen Platz, wo sie ihrer Arbeit ungestört und konzentriert nachgehen konnten. Das hatte mir gefehlt….


Und da ist es nun: mein eigenes Atelier.

Klein, aber fein

Das Atelier ist für eine schaffende Person absolut ausreichend. Neben einer kleinen Teeküche und WC habe ich zwei Arbeitsbereiche.

1. am Arbeitstisch: direkt am Fenster, um so viel wie möglich Tageslicht zu erhalten, was danke der Fensterlage sehr gut funktioniert.

2. an der Staffelei: Ein Arbeitsbereich, der mir auch für größere Projekte den Freiraum lässt so zu arbeiten wie ich es benötige.

Ein Raum sollte dem Auge niemals erlauben nur an einer Stelle den Blick haften zu lassen.
Er sollte Dich anlächeln und die Fantasie anregen.

Juan Montoya

Die Arbeit zwischen Natur und Schreibtisch

Als Künstlerin, die Flora und Fauna malt, ist mein eigentliches Atelier die Natur. Ich male quasi mit der Ausrüstung aus meinem Rucksack und einer Feldstaffelei, wenn es möglich ist. Meine Arbeit draußen ist auch von der Witterung und den Jahreszeiten abhängig. Es ist nicht immer möglich draußen zu malen. Manchmal kann man nur ein paar Referenzbilder mit der Kamera machen und nimmt den Rest der Arbeit nach Hause mit.

Auch wenn es nicht nur um Skizzen, sondern um Detailgemälde geht, dann ist für mich ein fester Arbeitsbereich, wo ich in Ruhe Farben mischen, ausprobieren und in Ruhe malen kann, essentiell.

Zuhause habe ich einen kleinen Arbeitsbereich, den ich nutzen kann. Aber der Platz ist dort begrenzt. Für größere Projekte, z.B. Acrylgemälde auf Leinwand benötige ich mehr Platz und Fläche. Da bewährt sich nun das Atelier, wenn es um die Platzfrage geht.


Malbereich & Ideenschmiede

Das Thinkboard: Noch hängen dort nur Referenzbilder meiner Lieblingskünstler – aber das wird sich ändern. Skizzen, Ideen und Referenzen haben dort ihren Platz.

Die Staffelei: klar, der Malbereich darf nicht fehlen. Meine Staffelei ist von Artina, bisher die beste Großstaffelei die ich je hatte. Super flexibel, Gewicht und Standfestigkeit ist genau so wie es sein muss. Ich kann sie leicht verschieben und so einstellen wie ich es benötige.

Werkzeugkasten auf Rollen: Pinsel, Palette und Farben sind griffbereit. Dazu habe ich einfach einen kleinen Servierwagen benutzt, der sich schnell in eine Palettenablage umfunktionieren lässt.


Arbeitsbereich fast in der Natur

Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich meinen Fensterausblick liebe.

Tageslicht ist auf jeden Fall garantiert und trotz Bepflanzung gibt es hier keine Verdunklung.

Ich habe einen kleinen Tisch für meine Aquarellarbeiten. Ein Zeichenbrett in A3-Format wird sich sicher noch dazu gesellen, denn damit arbeite ich am liebsten. Im Winter ist sicher eine Tageslichtlampe von Nöten.

Ich werde sicher noch die einen oder anderen Modifikationen vornehmen, aber im Großen und Ganzen bin ich mit meinem ersten Setting für den Anfang ganz zufrieden.


Was fehlt noch? Klar…. die Kunst

Ein Atelier einzurichten macht Spaß – aber das schönste Atelier ist nutzlos, wenn es nicht genutzt wird. Deswegen gilt es jetzt die Projekte zu organisieren und zu planen. Und malen, malen, malen…. wie ich mich darauf freue!

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