Natur Skizzenbuch

Muschel Jagd

Bei den heißen Temperaturen haben wir beschlossen an die Iller zu fahren. Der Weg dorthin ist nicht weit und Lucy, unser Hund, liebt Wasser wie verrückt. Zeit für eine kleine Auszeit am Steinstrand.

Dort gibt es unglaublich viel zu entdecken. Unter anderem Flussmuscheln. Da die Iller aufgrund der Hitze wenig Wasser an diesem Tag führte, lagen einige lebende Muscheln in der Sonne. Wir haben sie wieder zurück ins Wasser gesetzt und konnten eine sehr freche Muschel beim Wassertanken beobachten. Schaut selbst:

Die Wandermuschel (Zebra Muschel) – eine invasive Spezies

Wie sich herausstellte, war die leere Muschel, die ich gefunden hatte eine Wandermuschel (Zebra Muschel) Dreissena polymorpha.

Ursprünglich stammt diese Muschel aus Russland und der Ukraine. Durch den Schiffsverkehr ist sie in unseren Gefilden gelandet weit hin bis nach Amerika. Sie neigt dazu sich an Schiffsrümpfen anzusiedeln und reist so fröhlich um die ganze Welt. Sie heftet sich an Großmuscheln und Wasserpflanzen. Da diese Muschel sich in hoher Zahl vermehrt, ist dies für jedes fremde, funktionierende Ökosystem ein Problem für die Artenvielfalt.

Ein Blick auf die Wandermuschel durch das Taschenmikroskop, lässt erahnen, warum sie auch Zebra Muschel genannt wird. Ihre Streifenfärbung ist sehr interessant und ist nicht bei jeder Wandermuschel gleich.

Warum ist eine invasive Art wie die Wandermuschel trotzdem wichtig?

Da die Wandermuschel sich ihre Nährstoffe aus dem Wasser filtert, dient sie so als Bioindikator. Sie ist für die Umweltkontrolle und Bioforschung sehr nützlich. Sie gibt wichtige Hinweise auf die Veränderung des Ökosystems. Durch deren Beobachtung und Analyse können Forscher Umweltveränderungen besser verstehen und es können entsprechende Naturschutzmaßnahmen getroffen werden.


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