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Artist Talk: auf vier Pfoten

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start ins neue Jahr 2020. Es gibt viel zu tun… also packen wir es an.

Aber bevor wir hier gleich durchstarten, möchte ich euch gerne jemand sehr Wichtigen vorstellen. Lucy, mein Mal-Begleithund.

Habt Ihr auch einen vierbeinigen Freund, der euch überall hin begleitet oder euch gerne beim Malen zusieht… wenn nicht sogar “mitmalt”?

Lucy ist eine Shar Pei-Labrador Hündin (ja, so etwas gibt es auch) und wir haben Sie vom Tierheim adopiert. Als sie zu uns kam, war sie 2 Jahre alt und war schon durch unzählige private Pflegeplätze gegangen, weil keiner Zeit für die Kleine hatte.

Natur war Lucy nur vom kurzen Gassigehen bekannt, sie kannte bisher nur Asphalt. Baum, Gras, ein bisserl Wald waren das höchste der Gefühle. Regen war ihr zu nass, zu kühles Wetter zu kalt und so richtig rumferkeln, war überhaupt nicht ihr Fall.

“Gehen wir jetzt raus? Hast Du Deinen Kram endlich beisammen?”

Sie hat sich lange eingewöhnen müssen, vorallem war es für uns anfangs nicht so leicht, ihr klar zu machen, dass sie bei uns bleiben darf. Sie hatte anfangs große Verlustängste und wollte in gar kein Auto steigen. Jedesmal dachte sie, sie muss wieder fort.

Aber nach einem Jahr hat sie sich super eingefügt und wurde zum echten Landhund. Sie ist freundlich zu Menschen, die sie kennt. Mit Kindern kommt sie super klar.

Fremden begegnet sie misstrauisch und stellt sie, denn ihr Beschützerinstinkt ist sehr ausgeprägt. Dazu kommt noch die typische Labrador-Eigenart, alles zu fressen. Was soll ich sagen…

” Bist du nun endlich fertig?”

Wenn ich im Atelier male, wärmt sie meine Füße oder legt mir den Kopf in den Schoß und schaut mich mit Seufzern intensiv von unten an.

” Ist in der Box ein Leckerli für mich? “

Draußen macht sie einen sehr guten Job, da geht sie in den Check-Modus. D.h. es wird alles überwacht. Das hat sich bereits ein paar Mal bewährt, wenn ich beim Skizzieren draußen war.

Es gibt leider immer wieder Leute, die keine respektvolle Distanz zu anderen Menschen einhalten können, sich auch nicht mit Sprache verständigen, sondern am liebsten auf Körperkontakt gehen würden, nur um zu sehen, was die Frau mit dem Stift und dem Buch in der Hand da Merkwürdiges tut.

Wenn Lucy bei mir ist, habe ich dieses Problem nicht. Ein sehr tiefes Grollen von ihr, reicht vollkommen aus, damit sich diese neugierigen Leute ihrer guten Manieren wieder besinnen.

Typische Lucy Photobombe … ich wollte nur die Flechten fotografieren

Sie mag meine Kamera sehr. Irgendwie hat sie herausgefunden, dass wenn man sich davor setzt, etwas Tolles passiert. Sie hat keine Ahnung, was genau, aber es scheint sie zu faszinieren. Deshalb muss ich immer schnell sein, beim Fotografieren und sie mit einem sehr strengen “Sitz!” dazu verdonnern auf den vier Buchstaben sitzen zu bleiben, damit ich meine Arbeit tun kann. Funktioniert nicht immer… wie man oben sieht.

Arbeitsteilung: Lucy sucht die besten Stöckchen, mein Sohn die besten Steine

Neben Lucy ist natürlich noch mein Sohn eine sehr große Hilfe, wenn wir rausgehen. Während Lucy sich das Beste vom Wald holt, nämlich Stöckchen in allen Größen, ist mein Sohn der beste Steine-Finder. Zusammen drehen sie im wahrsten Sinne, jeden Stein um. Manchmal kommt man deswegen nicht so weit, aber dafür finden wir tolle Sachen… die wiederum unbedingt gemalt werden müssen.

Hast Du auch ein Mal-Begleittier?

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